Vertrauen bleibt hoch

· Wissenschaftsteam
Amerikaner setzen weiterhin ein hohes Maß an Vertrauen in ihre persönlichen Gesundheitsdienstleister, auch wenn das Vertrauen in wichtige staatliche Gesundheitsbehörden stark zurückgegangen ist.
Eine repräsentative US-Umfrage des Annenberg Public Policy Center ergab, dass 87 % der Erwachsenen darauf vertrauen, dass Ärzte, Pflegekräfte oder andere medizinische Erstversorger verlässliche Informationen zur öffentlichen Gesundheit liefern.
Dies blieb statistisch unverändert gegenüber 88 % im September 2024. Die neueste Umfrage wurde zwischen dem 4. und 17. August 2026 durchgeführt und umfasste 1.904 Erwachsene.
Vertrauen in Persönliche Anbieter bleibt hoch
Das Vertrauen in persönliche Gesundheitsdienstleister ist über mehrere Jahre hinweg bemerkenswert stabil geblieben. Im August 2026 gaben 46 % der Befragten an, sehr zuversichtlich in ihren Anbieter zu sein, während 42 % angaben, etwas zuversichtlich zu sein. Nur 8 % gaben an, wenig oder gar kein Vertrauen zu haben, während 4 % angaben, keinen regelmäßigen Gesundheitsdienstleister zu haben.
Daten aus dem Jahr 2023 zeigten ähnlich hohe Vertrauensniveaus, die zwischen 87 % und 90 % lagen. Frühere Umfragen aus den Jahren 2021 und 2022, in denen die Befragten speziell nach vertrauenswürdigen Informationen zur Vorbeugung und Behandlung von COVID-19 gefragt wurden, zeigten leicht niedrigere, aber dennoch signifikante Vertrauensniveaus zwischen 82 % und 87 %.
Vertrauen in Bundesbehörden sinkt
Das Bild war für die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die Food and Drug Administration (FDA) und die National Institutes of Health (NIH) deutlich anders. Das Vertrauen in diese drei Behörden als zuverlässige Quellen für Informationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit fiel von ungefähr 72 % - 76 % im Jahr 2024 auf 59 % - 64 % im Jahr 2026.
Das Gesamtvertrauen in die CDC ging von 72 % im September 2024 auf 61 % im August 2026 zurück. Der Anteil der Befragten, die angaben, sehr zuversichtlich zu sein, fiel steiler von 29 % auf 13 %.
Das Vertrauen in die FDA sank von 73 % auf 59 %, während der Anteil derjenigen, die sehr großes Vertrauen äußerten, von 23 % auf 11 % fiel. Das NIH zeigte ein ähnliches Muster. Das Gesamtvertrauen sank von 74 % auf 61 %, während der Anteil der Befragten, die sehr zuversichtlich waren, von 27 % auf 12 % fiel.
Die Vertrauenskluft hat sich vergrößert
Der Unterschied im Vertrauen zwischen persönlichen Gesundheitsdienstleistern und Bundesgesundheitsbehörden ist erheblich gewachsen. Im September 2024 betrug die Kluft etwa 14 bis 16 Prozentpunkte. Bis August 2026 hatte sie sich auf zwischen 26 und 28 Prozentpunkte erweitert.
Forscher stellten fest, dass ein Großteil dieses Rückgangs des institutionellen Vertrauens im Jahr 2025 auftrat und bis zur Durchführung der neuesten Umfrage nicht wiederhergestellt wurde.
Warum diese Erkenntnisse wichtig sind
Vertrauen kann beeinflussen, ob Menschen medizinische Empfehlungen befolgen, präventive Maßnahmen akzeptieren oder auf öffentliche Gesundheitsrichtlinien reagieren.
Die neuesten Ergebnisse deuten darauf hin, dass Ärzte, Krankenschwestern und andere primäre Gesundheitsfachkräfte weiterhin besonders wichtige Quellen glaubwürdiger Informationen sind, insbesondere zu einer Zeit, in der das Vertrauen in nationale Gesundheitseinrichtungen schwächer ist.
Die Umfrage wurde von SSRS unter Verwendung von Web- und Telefoninterviews mit einer national repräsentativen Wahrscheinlichkeitsstichprobe durchgeführt. Die Ergebnisse wurden gewichtet, um die US-amerikanische Bevölkerung abzubilden.
Die Umfrage im August 2026 hatte einen geschätzten Stichprobenfehler von ±3,2 Prozentpunkten auf dem 95%igen Konfidenzniveau.
Der Gegensatz ist klar: Während das Vertrauen in Bundesgesundheitsbehörden deutlich gesunken ist, ist das Vertrauen der Amerikaner in die Fachleute, die direkt an ihrer Versorgung beteiligt sind, bemerkenswert stabil geblieben.
Diese beständige Beziehung könnte persönliche Gesundheitsdienstleister zunehmend wichtig machen, um verlässliche Informationen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu vermitteln.