E-Auto-Bonus
Leonie
Leonie
| 09-09-2026
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam
Der Umstieg auf ein Elektroauto könnte für viele Haushalte in Deutschland wieder attraktiver werden. Seit dem 19. Mai 2026 können Privatpersonen eine staatliche Förderung beantragen.
Je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße sind zwischen 1.500 und 6.000 Euro möglich. Gefördert werden sowohl der Kauf als auch das Leasing bestimmter Neuwagen.

So funktioniert die Förderung

Das Förderprogramm richtet sich an Privatpersonen, die ein erstmals in Deutschland zugelassenes Neufahrzeug der Fahrzeugklasse M1 kaufen oder leasen. Voraussetzung ist, dass es sich um ein förderfähiges Elektrofahrzeug handelt
Dazu gehören reine Batterieautos sowie bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender. Auch Brennstoffzellenfahrzeuge sind grundsätzlich mit denselben Fördersätzen wie reine Elektroautos vorgesehen.
Entscheidend ist das Datum der Erstzulassung: Förderfähig sind Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden. Der Antrag kann auch rückwirkend gestellt werden.
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Wer wie viel bekommt

Die Höhe des Zuschusses ist sozial gestaffelt. Für ein rein batterieelektrisches Fahrzeug beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Für einen förderfähigen Plug-in-Hybrid oder ein Elektrofahrzeug mit Range-Extender sind es 1.500 Euro.
Familien können zusätzlich profitieren. Pro Kind unter 18 Jahren gibt es 500 Euro extra, wobei höchstens zwei Kinder berücksichtigt werden. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von weniger als 60.000 Euro erhalten weitere 1.000 Euro.
Bei einem Einkommen unter 45.000 Euro kommt nochmals ein Zuschlag von 1.000 Euro hinzu. Dadurch kann die Förderung für ein reines Elektroauto auf bis zu 6.000 Euro steigen.
Die Förderung ist grundsätzlich auf Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von höchstens 80.000 Euro ausgerichtet. Durch die zusätzlichen Familienbeträge können sich in bestimmten Konstellationen höhere Förderbeträge ergeben.

Welche Fahrzeuge sind dabei?

Neben reinen Elektroautos können auch bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range-Extender gefördert werden. Für diesen Zeitraum gelten besondere Klimaschutzanforderungen.
Bis zum 30. Juni 2027 sind solche Fahrzeuge förderfähig, wenn ihre CO₂-Emissionen höchstens 60 Gramm pro Kilometer betragen oder ihre elektrische Reichweite mindestens 80 Kilometer erreicht.
Für die Zeit ab dem 1. Juli 2027 prüft die Bundesregierung eine Regelung, die stärker auf die tatsächlichen CO₂-Emissionen im Betrieb abstellt.

Antrag läuft digital

Wer die Voraussetzungen erfüllt, muss den Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Das gesamte Verfahren erfolgt online.
Für die Antragstellung wird unter anderem eine BundID benötigt, die beispielsweise mit einem elektronischen Personalausweis oder einem ELSTER-Zertifikat eingerichtet werden kann.
Als Einkommensnachweis müssen die letzten zwei Einkommensteuerbescheide eingereicht werden. Diese dürfen höchstens drei Jahre alt sein. Nach der Prüfung entscheidet das BAFA über die Bewilligung und zahlt den Zuschuss aus, sofern alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Bereits Tausende Anträge bewilligt

Das Interesse an der neuen Förderung zeigt sich bereits in den ersten Zahlen. Nach der BAFA-Statistik vom 1. August 2026 waren bis Anfang August 26.875 Förderanträge bewilligt. Rund neun von zehn geförderten Fahrzeuge waren reine Batterieautos.
Auch die soziale Zielsetzung des Programms zeigt sich in den Daten: 71 Prozent der geförderten Haushalte verfügten über ein kleines bis mittleres Einkommen von bis zu 60.000 Euro.
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Drei Milliarden Euro für vier Jahre

Für das Förderprogramm stehen insgesamt drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung zur Verfügung.
Das Geld soll für den Zeitraum von 2026 bis 2029 reichen und nach derzeitiger Einschätzung die Förderung von rund 800.000 Fahrzeugen ermöglichen.
Die Bundesregierung verbindet damit nicht nur klimapolitische Ziele. Die Förderung soll auch den Absatz von Elektrofahrzeugen stärken und den deutschen sowie europäischen Automobilmarkt beim weiteren Übergang zur Elektromobilität unterstützen.