Flexibilität und Vielfalt
Andre
Andre
| 09-09-2026
Reiseteam · Reiseteam
Europa blieb im Sommer 2026 eine der beliebtesten Reisewahlen, selbst als sich Flugrouten änderten, extreme Hitze und steigende Preise die Urlaubsplanung komplizierter machten.
Anstatt Reisen abzusagen, passten Reisende sie zunehmend an. Ein Spezialist berichtete von einem 17%igen Anstieg der Buchungen nach Europa im Vergleich zum Vorjahr, während Frankreich, Spanien, Italien und Portugal weiterhin die Nachfrage dominierten.
Die größte Veränderung betraf die Planung: Mehr Fragen, frühere Buchungen, größere Flexibilität und stärkeres Interesse an Zielen abseits der belebtesten mediterranen Hotspots.

Flexibilität wurde Teil der Reiseroute

Das prägende Reiseverhalten des Jahres 2026 war nicht Angst, sondern Vorsicht. Reisende verbrachten mehr Zeit damit, Routen, Abflughäfen und Unterkunftsbedingungen zu vergleichen, bevor sie sich festlegten. Skyscanner verzeichnete eine 66%ige Steigerung bei der Nutzung seines Zwischenstopp-Filters, was auf eine größere Aufmerksamkeit für Flugverbindungen hinweist, da Luftraumstörungen einige Routen beeinträchtigten.
Die praktische Lektion ist einfach: Vermeiden Sie es, Ihre Reise um einen engen Anschluss zu planen. Bei längeren Reisen kann ein Puffer von zwei bis drei Stunden weit wertvoller sein als ein kleiner Betrag für das günstigste Ticket zu sparen. Flexible Hotelpreise sind ebenfalls eine Überlegung wert, insbesondere bei geringem Preisunterschied, vor allem bei Städtereisen.

Nordspanien ist im Trend

Einer der interessantesten Trends führt in die kühleren Atlantikregionen Spaniens, einschließlich Galiciens, Asturiens und Kantabriens. Sie bieten Strände, Berge, historische Städte und ausgezeichnete Küche, ohne auf die klassische Route Barcelona – Costa del Sol angewiesen zu sein.
Galicien eignet sich besonders gut für Kultur. Der Eintritt in die permanente Sammlung des Kathedralenmuseums in Santiago de Compostela kostet €9, während der Besuch des Dach und des Turms €15 kostet.
Reisetipp: Verbringen Sie mindestens zwei Nächte in Santiago, anstatt es als Tagesausflug zu behandeln. Die frühen Morgenstunden und Abende im historischen Zentrum sind wesentlich ruhiger als zur Mittagszeit.
Flexibilität und Vielfalt

Asturien vereint Berge und Küste

Für Reisende, die die stärkste Sommerhitze im Süden Europas vermeiden möchten, ist Asturien eine besonders attraktive Alternative. Die Seen von Covadonga in den Picos de Europa sind eine der Höhepunkte der Region, aber der Zugang ist während der Hochsaison reguliert.
Im Jahr 2026 gelten Beschränkungen kontinuierlich vom 1. Juni bis zum 18. Oktober, mit einigen Ausnahmen und speziellen Daten. Daher ist der öffentliche Verkehrsmittel während der Hochsaison die einfachste Option.
Organisierte Ausflüge von Cangas de Onís nach Covadonga und den Seen beginnen bei rund €35, während Tagesausflüge von Oviedo oder Gijón ab etwa €47 verfügbar sind. Für etwas Ruhe empfehlen sich Cudillero, Lastres oder die Senda del Oso anstelle davon, jedes berühmte Sightseeing-Ziel in nur einem Wochenende unterzubringen.

Kantabrien bietet Kultur für wenig Geld

Kantabrien ist eine weitere gute Wahl für Reisende, die Strände und Kultur ohne jeden Tag in einer Großstadt verbringen möchten. Das Nationale Museum und Forschungszentrum von Altamira verlangt lediglich €3 für die allgemeine Eintrittskarte und €1,50 für reduzierte Eintrittskarten. Der Eintritt ist samstags ab 14 Uhr und den ganzen Sonntag über frei.
Die Unterkunft kann jedoch im Hochsommer teuer werden. Die offiziellen Tourismusstatistiken zeigen, dass der durchschnittliche Hotelpreis in ganz Kantabrien im Juli 2026 bei etwa €129,20 lag, was zeigt, warum das Reisen im Juni oder September einen signifikanten Unterschied im Budget machen kann.

Asturias

Portugal belohnt weiterhin kluge Planung

Portugal gewann auch 2026 weiter an Beliebtheit, aber Lissabon ist relativ einfach zu erkunden, ohne auf Taxis angewiesen zu sein. Eine Standard-Carris/Metro-Fahrkarte kostet €1,90, während eine 24-Stunden-unbegrenzte Carris/Metro-Karte €7,25 kostet.
Durch Hinzufügen der Vorort-CP-Bahn-Dienste erhöht sich der Preis für das 24-Stunden-Ticket auf €11,40, was nützlich ist, wenn Ihre Pläne weit über das Stadtzentrum hinausgehen.
Preistipp: Wenn Sie erwarten, an einem Tag vier oder mehr Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu machen, vergleichen Sie die Tageskarte mit den Einzelfahrpreisen, bevor Sie kaufen.

Was budgetieren

Für Nordspanien sollte für eine realistische individuelle Reise ungefähr €90-€160 pro Person und Tag für Unterkunft, Essen, lokalen Transport und ein oder zwei Sehenswürdigkeiten eingeplant werden, die von zwei Personen geteilt werden. Küstenorte können im Juli und August erheblich teurer sein, während der September normalerweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Die Städte Portugals können in einen ähnlichen Bereich fallen, obwohl zentrale Hotels in Lissabon und Porto die Kosten an beliebten Wochenenden erhöhen können. Flüge sollten separat kalkuliert werden. Internationale Flugpreise waren 2026 ungewöhnlich teuer, weshalb Flexibilität bei den Abflugdaten besonders wertvoll ist.
Flexibilität und Vielfalt

Der neue europäische Sommer

Die Lehre aus dem Jahr 2026 ist nicht, dass Reisende Europa den Rücken kehren. Sie werden selektiver, wann, wo und wie sie Europa besuchen. Die Entscheidung für Galicien anstelle eines überfüllten Mittelmeerresorts, das Reisen im September anstelle von August, das längere Zeit zwischen Flügen lassen und das Prüfen von Stornierungsbedingungen mögen nicht revolutionär klingen.
Aber gemeinsam können diese Entscheidungen eine günstigere, ruhigere und viel angenehmere Europareise ermöglichen.