Bohnensalat Deluxe

· Essens-Team
Manche Salate sind eindeutig als Beilage gedacht. Dieser hier gehört nicht dazu. Er ist frisch genug für warme Tage, bringt aber gleichzeitig reichlich Textur, Cremigkeit und Würze mit.
So eignet er sich problemlos als Mittagessen oder leichtes Abendessen, ohne dass kurz danach schon wieder der Hunger kommt.
Die Zubereitung ist unkompliziert: grüne Bohnen werden in der Pfanne kräftig angebraten, bis sie leicht gebräunt und stellenweise geröstet sind. Anschließend kommen Edamame und Erbsen dazu. Dazu gibt es ein warmes Dressing aus Sesamöl, Knoblauch, Sambal Oelek, Sojasauce, Agavendicksaft und Miso.
Frische Minze sorgt für einen hellen, aromatischen Kontrast. Grob gezupfter Mozzarella nimmt dem Chili etwas Schärfe und macht den Salat gleichzeitig reichhaltiger.
Der besondere Reiz liegt im Zusammenspiel von warm und kühl, knackig und cremig sowie würzig und frisch.
Das wird benötigt
- 1 EL Rapsöl;
- 250 g grüne Bohnen, geputzt;
- 150 g tiefgekühlte Edamame, aufgetaut;
- 100 g tiefgekühlte Erbsen, aufgetaut;
- 2½ EL geröstetes Sesamöl;
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt;
- 1 EL Sambal Oelek;
- 1 EL helle Sojasauce;
- ½ EL heller Agavendicksaft;
- ½ TL braunes oder rotes Miso;
- 15 g frische Minzblätter, gehackt;
- 2 Kugeln Mozzarella à 125 g.
Für 2 Personen.
Die Vorbereitung dauert etwa 10 Minuten, die Kochzeit rund 20 Minuten.
1. Bohnen kräftig anbraten
Das Rapsöl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Ob die Pfanne heiß genug ist, lässt sich einfach prüfen: Den Stiel eines Holzlöffels kurz ins Öl halten. Bilden sich kleine Bläschen darum, kann es losgehen.
Die grünen Bohnen möglichst in einer einzigen Schicht in die Pfanne geben. Etwa 2 Minuten nicht bewegen, dann wenden und weitere 2 Minuten braten. Anschließend noch einmal wenden. Nach insgesamt ungefähr 6 Minuten sollten die Bohnen gar, aber noch bissfest sein und deutlich dunkle, geröstete Stellen aufweisen.
Die Bohnen in eine große Schüssel geben und Edamame sowie Erbsen hinzufügen.
Tipp: Die Bohnen nicht ständig wenden oder hin und her schieben. Erst der längere Kontakt mit der heißen Pfanne sorgt für die leicht rauchigen, gerösteten Stellen.
2. Warmes Dressing zubereiten
Die Hitze reduzieren und das geröstete Sesamöl in dieselbe Pfanne geben. Sobald es warm ist, den gehackten Knoblauch hinzufügen und etwa 1 Minute sanft braten. Er soll weich werden und sein Aroma entfalten, aber nicht dunkel werden oder bitter schmecken.
Anschließend Sambal Oelek, Sojasauce, Agavendicksaft und Miso einrühren. Alles zu einem glänzenden Dressing vermischen und höchstens eine weitere Minute erhitzen. Danach die Pfanne vom Herd nehmen.
Das Miso sorgt für Tiefe, die Sojasauce bringt Würze und Salz, während der Agavendicksaft die Schärfe des Chilis abrundet, ohne den Salat deutlich süß zu machen. Das Sambal Oelek bringt angenehme Schärfe, ohne die übrigen Aromen zu überdecken.
3. Noch warm vermengen
Das warme Dressing über Bohnen, Edamame und Erbsen gießen. Alles gründlich vermengen, sodass jedes Gemüse leicht mit der Sauce überzogen ist. Anschließend die gehackte Minze unterheben.
Warum das funktioniert: wenn das Dressing auf das noch warme Gemüse trifft, kann es besser einziehen. Die Minze kommt erst am Ende dazu und behält dadurch ihr frisches Aroma.
Schon jetzt sollte der Salat ausgewogen schmecken: herzhaft, leicht scharf und frisch. Bohnen, Edamame und Erbsen sorgen gleichzeitig für unterschiedliche Texturen.
4. Mozzarella dazugeben
Das gewürzte Gemüse mit einer Zange oder zwei Gabeln auf eine Servierplatte geben. Etwas Dressing, das am Boden der Schüssel zurückbleibt, zunächst dort lassen.
Den Mozzarella mit den Händen in große, unregelmäßige Stücke zupfen und auf dem Salat verteilen. Die Kugeln nicht in gleichmäßige Würfel schneiden. Gezupfter Mozzarella hat weichere Kanten und nimmt das warme Dressing besser auf.
Das restliche Dressing über den gesamten Salat geben und dabei auch etwas direkt über den Käse verteilen.
Genau dieser Kontrast macht das Gericht besonders: Die Bohnen sind warm und leicht geröstet, der Mozzarella bleibt kühl und cremig, während das Sesam-Chili-Dressing beide Komponenten miteinander verbindet.
So wird daraus eine komplette Mahlzeit
Den Salat am besten direkt nach dem Anrichten servieren. Für zwei Personen eignet er sich allein bereits als sättigendes Mittagessen.
Wenn er zum Abendessen serviert wird, passen gedämpfter Reis, Fladenbrot oder eine einfache Portion Nudeln dazu. Wer weniger Käse möchte, kann statt zwei Kugeln auch nur eine 125-g-Kugel Mozzarella verwenden. Durch die Edamame bleibt der Salat trotzdem gehaltvoll.
Dieses Sommergericht hat alles, was ein Rezept für den Alltag braucht: es ist schnell zubereitet, sieht auf dem Tisch farbenfroh aus und ist so abwechslungsreich, dass „Salat zum Abendessen“ keineswegs nach einem Kompromiss klingt.