Elektroautos boomen
Lea
Lea
| 03-09-2026
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam
Der Wandel auf Europas Automarkt nimmt deutlich an Fahrt auf.
2025 erreichten batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) in der EU einen Rekordanteil von 17 Prozent an den Neuwagenverkäufen. Gleichzeitig zeigt der internationale Vergleich, dass China bei der Elektromobilität bereits deutlich weiter ist.

Rekord bei E-Autos

17 Prozent Marktanteil in der EU
Der europäische Markt für Elektrofahrzeuge beschleunigt sich, während neue CO₂-Ziele der EU in Kraft treten. Das Wachstum im Jahr 2025 wurde laut Transport & Environment (T&E) vor allem durch die Einführung erschwinglicherer Modelle durch die Autohersteller vorangetrieben. Damit konnten die Hersteller besser auf die geltenden EU-Vorgaben reagieren.
Auch die Entwicklung der Verkäufe zeigt, wie stark die politischen Vorgaben den Markt beeinflussen. Laut T&E führten neue CO₂-Ziele der EU jeweils zu einem Anstieg der Elektroautoverkäufe.
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China liegt vorn

31 Prozent Marktanteil und deutlich höhere Produktion
Trotz des europäischen Wachstums ist China der EU bei Elektroautos voraus. 2025 erreichten batterieelektrische Fahrzeuge dort einen Marktanteil von 31 Prozent – fast doppelt so viel wie in der EU.
Noch größer ist der Abstand bei der Produktion. In der EU wurden 2025 rund 2,1 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge hergestellt. China kam im selben Jahr auf 9,7 Millionen.
Die Zahlen zur chinesischen Produktion und zum chinesischen Markt stammen laut T&E von Bloomberg Intelligence; der EU-Marktanteil basiert auf Daten des europäischen Automobilverbands ACEA.
Für europäische Hersteller könnte dieser Abstand erhebliche Folgen haben. Wenn sie bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge nicht Schritt halten und China diese Märkte zunehmend dominiert, könnten europäische Unternehmen laut T&E große Teile des weltweiten Absatzpotenzials verlieren.

CO₂-Regeln im Fokus

T&E warnt vor einer Abschwächung der Vorgaben
Nach Einschätzung von T&E wird der europäische Elektroautomarkt maßgeblich durch die CO₂-Regulierung der EU angetrieben. Die Organisation verweist darauf, dass neue Zielvorgaben mit einem Anstieg der Elektroautoverkäufe einhergingen.
Gleichzeitig hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, den Anteil von Elektrofahrzeugen bis 2035 auf 85 Prozent zu begrenzen. T&E sieht zudem das Risiko, dass dieser Wert im weiteren Gesetzgebungsverfahren auf 70 Prozent sinken könnte, sollte den Vorschlägen der Autoindustrie gefolgt werden.
T&E argumentiert, dass die Beibehaltung der bestehenden Regelungen europäischen Unternehmen mehr Planungssicherheit für Investitionen geben würde. Das könnte den Aufbau von Wertschöpfungsketten und den Ausbau der heimischen Produktion unterstützen.

Firmenwagen als Beschleuniger

Unternehmensflotten könnten die Elektrifizierung weiter vorantreiben
Ein weiterer Hebel sind die Fahrzeugflotten von Unternehmen. Die vorgeschlagenen Ziele für die Elektrifizierung von Firmenflotten könnten laut T&E dazu beitragen, die europäische Produktion von Elektroautos zusätzlich anzukurbeln.
Bereits heute sind 74 Prozent der verkauften Elektrofahrzeuge in Unternehmensflotten in der EU produzierte Fahrzeuge. Nach Angaben von T&E wird außerdem erwartet, dass das geplante Gesetz finanzielle beziehungsweise steuerliche Unterstützung nur für in der EU produzierte Elektrofahrzeuge zulassen wird.
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Europa unter Druck

Die aktuellen Zahlen zeichnen ein klares Bild: Der europäische Markt für batterieelektrische Fahrzeuge wächst, doch China hat sowohl beim Marktanteil als auch bei der Produktion einen deutlichen Vorsprung.
Für die europäische Autoindustrie wird deshalb entscheidend sein, wie schnell sie die Elektrifizierung vorantreibt und welche politischen Rahmenbedingungen künftig gelten.
T&E sieht in stabilen CO₂-Vorgaben einen wichtigen Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie.
Gleichzeitig könnten strengere beziehungsweise verlässliche Rahmenbedingungen den Unternehmen mehr Sicherheit für Investitionen in die heimische Produktion und die notwendigen Wertschöpfungsketten geben.