Knoblauch-Babka
Bern
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| 31-08-2026
Essens-Team · Essens-Team
Was passiert, wenn ein fluffiger Knoblauchknoten auf die gedrehten Schichten einer Babka trifft?
Etwas herrlich Übertriebenes – und zwar im besten Sinne: ein riesiger geflochtener Laib mit buttrigem Teig, einer intensiv würzigen Knoblauchfüllung, knusprig-goldenen Rändern und so viel Parmesan, dass jede Scheibe wie aus einer Pizzeria duftet.
Das Rezept sieht beeindruckend aus, ist aber viel einfacher umzusetzen, als der fertige Laib vermuten lässt. Der Teig wird mit Eiern, Butter und etwas Zucker verfeinert, während die Füllung mit frischen Knoblauchzehen und Knoblauchpulver gleich doppelt auf Knoblauch setzt.
Warm serviert und mit Marinara zum Dippen wird das Brot schnell zum Mittelpunkt eines entspannten Abendessens oder einer geselligen Runde.
Das Rezept ergibt 10–12 Portionen. Die eigentliche Zubereitung ist unkompliziert, allerdings solltest du zusätzliche Zeit für das Aufgehen des Teigs einplanen.

Das brauchst du

Für den Teig:
- 2¼ TL Instant-Trockenhefe;
- 50 g Zucker;
- 2 TL Diamond Crystal Kosher-Salz oder 1¼ TL Morton Kosher-Salz;
- 500 g Weizenmehl Type 405, plus etwas mehr zum Bestäuben;
- 2 große Eier;
- 240 ml warmes Wasser;
- 10 EL ungesalzene Butter, weich;
Für die Füllung und zum Fertigstellen:
- 1 Knoblauchknolle, Zehen getrennt und geschält;
- 6 EL ungesalzene Butter, weich;
- 1 TL Knoblauchpulver;
- 1 TL Zucker;
- ½ TL zerstoßene Chiliflocken;
- 170 g Parmesan, fein gerieben, plus etwas mehr zum Servieren;
- 1 gut gefüllte Tasse Petersilienblätter mit zarten Stielen;
- 2 EL fein gehackte Petersilie;
- 1 TL Diamond Crystal Kosher-Salz oder ½ TL Morton Kosher-Salz;
- 1 großes Ei, verquirlt;
- 2 EL natives Olivenöl extra;
- Marinara-Sauce zum Servieren.
Knoblauch-Babka

1. Den Teig zubereiten

Hefe, Zucker, Salz und Mehl in einer großen Schüssel miteinander verrühren.
In einer separaten Schüssel die beiden Eier mit 240 ml warmem Wasser verquirlen. Die Mischung zu den trockenen Zutaten geben und anschließend die weiche Butter hinzufügen.
Mit den Händen oder einem stabilen Teigschaber 6–8 Minuten vermengen, bis ein grober, klebriger Teig entsteht.
Abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.
Warum die Pause wichtig ist: am Anfang ist der Teig sehr klebrig. Durch die kurze Ruhezeit kann das Mehl die Flüssigkeit aufnehmen, wodurch sich der Teig anschließend deutlich leichter kneten lässt.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und 8–12 Minuten kneten. Dabei nur so viel Mehl hinzufügen, dass der Teig nicht festklebt.
Sobald der Teig glatt und elastisch ist, zurück in die Schüssel geben, abdecken und bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

2. Die Knoblauchfüllung zubereiten

Zwei Knoblauchzehen für später beiseitelegen.
Die übrigen Knoblauchzehen zusammen mit der weichen Butter, dem Knoblauchpulver, Zucker, Chiliflocken, Parmesan, Petersilie und Salz in eine Küchenmaschine geben.
Nur so lange verarbeiten, bis die Butter glatt ist und die Petersilie fein gehackt wurde.
Keine Küchenmaschine zur Hand? Knoblauch und Petersilie einfach fein hacken und anschließend alles in einer Schüssel miteinander vermengen.
Der Knoblauchgeschmack darf hier ruhig ordentlich auf die Pauke hauen. Frischer Knoblauch sorgt für Schärfe, Knoblauchpulver verteilt das Aroma gleichmäßig in der Füllung und Parmesan bringt eine angenehm salzige Tiefe.

3. Ausrollen und füllen

Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben.
Zu einem Rechteck von etwa 50 × 36 cm ausrollen, sodass eine der kurzen Seiten zu dir zeigt.
Die Knoblauchbutter gleichmäßig über die gesamte Oberfläche streichen.
Das Rechteck der Länge nach halbieren. Anschließend beide Hälften von der langen Seite her eng aufrollen – ähnlich wie bei der Zubereitung von Zimtschnecken.
Jetzt solltest du zwei lange Teigrollen vor dir haben.
Jede Rolle mit einem gezackten Messer der Länge nach aufschneiden, sodass die Füllung sichtbar wird. Dadurch entstehen vier Stränge.
Tipp: wenn Teig oder Butter zu weich werden, die Rollen vor dem Aufschneiden etwa 15 Minuten kalt stellen. Ein festerer Teig sorgt für sauberere Schichten.

4. Den riesigen Knoten formen

Zwei Stränge parallel auf ein großes Stück Backpapier legen, mit der Schnittseite nach oben.
Die beiden übrigen Stränge quer darüberlegen, ebenfalls mit der Füllung nach oben.
Nun die Stränge abwechselnd über- und untereinander flechten. Arbeite dich zunächst in eine Richtung um den Laib herum und anschließend in die entgegengesetzte Richtung zurück.
Die Enden unter den Laib stecken und vorsichtig zusammendrücken, damit die Form hält.
Der Zopf muss nicht perfekt symmetrisch aussehen. Im Gegenteil: leicht unregelmäßige Drehungen sorgen dafür, dass mehr Füllung an der Oberfläche sichtbar ist und im Ofen wunderbar goldbraun wird.

5. Noch einmal gehen lassen

Den geformten Laib samt Backpapier auf ein großes Backblech mit Rand ziehen.
Locker abdecken und etwa 1 Stunde ruhen lassen, bis der Teig sichtbar aufgegangen und schön luftig ist.
Um zu prüfen, ob er bereit für den Ofen ist, den Teig vorsichtig mit einem feuchten Finger eindrücken.
Wenn die Delle langsam wieder zurückgeht, aber noch leicht sichtbar bleibt, kann der Laib in den Ofen.

6. Goldbraun backen

Den Backofen auf 190 °C vorheizen und ein Rost auf mittlerer Höhe einschieben.
Das verquirlte Ei mit einer großzügigen Prise Salz vermischen und vorsichtig auf die Oberfläche streichen.
35–40 Minuten backen, bis der Laib tief goldbraun ist.
Wenn du ein digitales Küchenthermometer hast, sollte die Kerntemperatur etwa 88 °C erreichen.
Für die beste Konsistenz: nimm das Brot nicht zu früh aus dem Ofen. Die Oberfläche sollte ausreichend gebräunt sein, damit eine leicht knusprige Kruste entsteht, während das Innere weich und fluffig bleibt.

7. Mit Knoblauchöl verfeinern

Kurz bevor die Babka fertig gebacken ist, die beiden beiseitegelegten Knoblauchzehen fein in einen kleinen Topf reiben.
Olivenöl und eine Prise Salz hinzufügen.
Bei niedriger Hitze etwa 2 Minuten erwärmen und gelegentlich umrühren. Der Knoblauch soll dabei nicht angebraten werden – das Öl soll lediglich sein Aroma aufnehmen.
Kurz abkühlen lassen und anschließend die gehackte Petersilie unterrühren.
Den fertigen Laib auf ein Kuchengitter setzen und sofort mit dem warmen Knoblauchöl bestreichen.
Zum Schluss großzügig mit weiterem Parmesan bestreuen.
Knoblauch-Babka

So servierst du ihn richtig

Den gesamten Laib noch warm auf den Tisch stellen und alle nach Herzenslust Stücke abzupfen oder abschneiden lassen. Dazu eine Schale warme Marinara-Sauce zum Dippen reichen.
Der Reiz dieses riesigen Knoblauchknotens liegt ganz im Kontrast: fluffiger, angereicherter Teig, geschmolzene Knoblauchbutter, salziger Parmesan, frische Petersilie und knusprig karamellisierte Ränder.
Er sieht nach einem echten Festtagsbrot aus, schmeckt wie der beste Teil eines Pizzaabends und macht das gemeinsame Zupfen und Teilen zu einem Erlebnis statt zu einer bloßen Beilage.