Günstige Autos fehlen
Leon
Leon
| 31-08-2026
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam
Wer heute einen Neuwagen für weniger als 20.000 Euro sucht, muss sich mit einer deutlich kleineren Auswahl begnügen als noch vor fünf Jahren.
Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt: Im August 2026 sind auf dem deutschen Markt nur noch 16 Neuwagen gängiger Marken erhältlich, deren Listenpreis unter 20.000 Euro liegt. 2021 waren es noch 35 Modelle.

Immer weniger Modelle unter 20.000 Euro

Besonders auffällig: Kein deutscher Hersteller ist mehr in dieser Preisklasse vertreten.
Unter den derzeit 16 Modellen unterhalb der 20.000-Euro-Grenze befindet sich weder ein Fahrzeug eines deutschen Herstellers noch ein Modell einer japanischen Marke.
Vor fünf Jahren sah das noch anders aus: 2021 waren immerhin fünf Fahrzeuge deutscher Hersteller für weniger als 20.000 Euro erhältlich.
Das günstigste deutsche Auto liegt inzwischen bereits über dieser Grenze. Der VW Polo kostet in seiner Basisversion im August 2026 20.380 Euro und überschreitet damit die Preisschwelle nur knapp.
Günstige Autos fehlen

Neuwagen für 10.000 Euro gibt es nicht mehr

Noch deutlicher wird die Entwicklung bei den besonders günstigen Fahrzeugen. Vor fünf Jahren waren noch drei Neuwagen für rund 10.000 Euro erhältlich. Für dieses Budget gibt es heute kein neues Auto mehr.
Der derzeit günstigste Neuwagen kostet laut ADAC 13.590 Euro. Es handelt sich um den Dacia Sandero TCe 100 Essential. Damit liegt selbst das preiswerteste Modell inzwischen deutlich über der Marke von 10.000 Euro.

Mehr Auswahl bei Elektroautos

Für Interessenten an Elektroautos gibt es dagegen eine positive Entwicklung. 2026 sind erstmals drei vollelektrische Modelle für weniger als 20.000 Euro erhältlich.
Vor fünf Jahren war in diesem Preisbereich noch kein reines Elektroauto zu finden. Damit hat sich das Angebot an günstigen Elektrofahrzeugen trotz des insgesamt höheren Preisniveaus erweitert.
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Warum Autos immer teurer werden

Die steigenden Neuwagenpreise haben mehrere Gründe. Nach Angaben des ADAC sind die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette gestiegen. Gleichzeitig müssen Fahrzeuge heute mit mehr Technik ausgestattet werden – teilweise aufgrund gesetzlicher Vorgaben, teilweise, weil bestimmte Ausstattungen von den Kunden erwartet werden.
Das Ergebnis ist ein insgesamt höheres Preisniveau und eine deutlich kleinere Auswahl an Neuwagen unter 20.000 Euro.
Während 2021 noch 35 Modelle unter dieser Grenze angeboten wurden, sind es 2026 nur noch 16.