Elektroauto boom
Bern
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| 27-08-2026
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam
Der Elektrofahrzeugmarkt in Europa startete 2026 stark, auch wenn der breitere Pkw-Markt schwächer wurde. Im Januar wurden rund 298.000 Plug-in-Fahrzeuge registriert, was einem Anstieg um 22% im Vergleich zum gleichen Monat 2025 entspricht.
Batterieelektrische Fahrzeuge machten etwa 195.000 Neuzulassungen aus, während Plug-in-Hybride etwa 102.000 Einheiten erreichten. Diese Zahlen zeigen, dass elektrifizierte Modelle trotz einer geringeren Nachfrage nach neuen Autos insgesamt weiterhin an Bedeutung gewinnen.

BEVs erreichen 20% marktanteil

Die Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge stiegen im Januar um 16% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg brachte BEVs auf rund 20% aller Neuzulassungen von Personenkraftwagen in Europa, verglichen mit etwa 17% im Vorjahr. Ihr Anteil hat sich auch gegenüber vor drei Jahren ungefähr verdoppelt, was zeigt, wie schnell vollelektrische Fahrzeuge in den Mainstream gelangt sind.
Der breitere Pkw-Markt bewegte sich in die entgegengesetzte Richtung. Die Gesamtneuzulassungen fielen im Jahresvergleich um etwa 4% auf rund 800.000 Einheiten.
Dies macht die Leistung der Elektrofahrzeuge besonders bemerkenswert: elektrofahrzeuge haben ihren Anteil nicht ausgeweitet, weil der gesamte Markt boomte, sondern während die Gesamtnachfrage zurückging.

Plug-In-Hybride wachsen schneller

Der schnellste Zuwachs kam von Plug-in-Hybridfahrzeugen. Die Neuzulassungen stiegen im Vergleich zu Januar 2025 um etwa 33%, wodurch PHEVs etwa 10% des gesamten Pkw-Markts ausmachten.
Dies war ihr stärkstes Wachstum im Januar seit 2021. Wenn batterieelektrische, Plug-in-Hybrid- und konventionelle Hybridfahrzeuge kombiniert werden, repräsentierten elektrifizierte Autos etwa 69% aller im Januar in Europa verkauften Neuwagen. Ein Jahr zuvor lag diese Zahl bei ungefähr 59%.
Dieser zehnprozentige Anstieg zeigt, wie schnell ausschließlich Verbrennungsmodelle ihre dominierende Position verlieren.
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Renault führt ein knappes Modellrennen an

Der Wettbewerb zwischen einzelnen Elektromodellen war äußerst eng. Der Renault 5 und der Alpine A290 belegten den ersten Platz im Januar mit 8.165 Neuzulassungen. Der Škoda Elroq folgte mit 8.103 Einheiten, während der BYD Seal U, einschließlich elektrischer und Plug-in-Hybrid-Versionen, 8.063 Neuzulassungen erreichte.
Der Unterschied zwischen den drei besten Modellen betrug nur etwas mehr als 100 Fahrzeuge.
Der Tesla Model Y belegte den vierten Platz mit 6.941 Neuzulassungen, während die Kombination BMW X1 und iX1 den fünften Platz mit 6.678 Einheiten belegte. Die Rangliste zeigte auch die Stärke der Volkswagen Group. Modelle wie der Škoda Enyaq, Volkswagen ID.3, ID.7 und ID.4 belegten mehrere Spitzenplätze, wobei sieben Fahrzeuge der Gruppe unter den Top 13 auftauchten.

Erschwinglichere Modelle betreten den Markt

Das Ranking im Januar spiegelte auch eine breitere Auswahl an Elektrofahrzeugen wider. Der Citroën e-C3 schaffte es in die Top 20, unterstützt durch die wachsende Verfügbarkeit von günstigeren Elektroautos. Der überarbeitete Toyota bZ4X kehrte ins Ranking zurück, während der Renault Scenic ebenfalls in die Top 20 aufstieg.
Diese breitere Auswahl ist wichtig, da der europäische EV-Markt langsam über eine relativ kleine Gruppe von Premium- oder Early-Adopter-Modellen hinausgeht. Immer mehr Hersteller konkurrieren nun in verschiedenen Preisklassen, Fahrzeuggrößen und Antriebsformaten.

Chinesische Marken gewinnen Marktanteile

Chinesische Hersteller bauten ihre Position in Europa weiter aus. BYD erzielte eine der signifikantesten Leistungen und rückte auf den dritten Platz der Elektrofahrzeugmarken vor, hinter Volkswagen und BMW. Der Jaecoo 7 Plug-in-Hybrid stand kurz davor, in die Top 20 Modelle einzusteigen, was zeigt, dass der Wettbewerb von neuen Herstellern sich über vollelektrische Fahrzeuge hinaus ausbreitet.
Auf Markenebene führte Volkswagen den europäischen EV-Markt mit einem Marktanteil von 9,7% an, gefolgt von BMW mit 7,3%, während BYD 6,8% erreichte. Audi und Mercedes-Benz hielten jeweils 6,4% und 6,2%.

Volkswagen group behält die führung

Auf Herstellergruppenebene blieb die Volkswagen Group klar führend und kontrollierte rund 26% des europäischen EV-Markts. Ihr Vorteil ergibt sich aus einem breiten Portfolio, das Marken wie Volkswagen, Škoda, Audi und andere umfasst. Stellantis folgte mit ungefähr 10%, während die BMW Group etwa 9% hielt. Hyundai-Kia steuerten etwa 8% bei und BYD Group erreichte ungefähr 7%.
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Was als Nächstes kommt

Die Ergebnisse im Januar deuten darauf hin, dass ein Marktanteil von 20% für batterieelektrische Fahrzeuge ein wichtiger Maßstab für 2026 werden könnte. Wenn das aktuelle Tempo beibehalten wird, könnten BEVs bis zum Ende des Jahres näher an 25% der neuen Pkw-Zulassungen heranrücken.
Das weitere Wachstum wird von der Ladeinfrastruktur, der Verfügbarkeit erschwinglicherer Modelle und der regulatorischen Unterstützung für alternative Kraftstoffinfrastruktur abhängen.
Der Beginn des Jahres 2026 zeigt, dass Europas elektrischer Übergang breiter und wettbewerbsfähiger wird. BEVs erlangen Marktanteile, Plug-in-Hybride beschleunigen und etablierte sowie neuere Hersteller kämpfen um einen schnelllebigen Markt.