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Holger
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| 25-08-2026
Reiseteam · Reiseteam

Die besten Orte zum Sternegucken

Wer nachts einen klaren Blick auf die Milchstraße und Sternschnuppen genießen möchte, muss nicht unbedingt in die entlegensten Winkel der Welt reisen.
Eine neue Rangliste zeigt, welche Reiseziele die beste Kombination aus dunklem Himmel, klaren Nächten und guter Erreichbarkeit bieten. An der Spitze steht überraschend ein Ort in Frankreich.

Frankreich landet auf Platz eins

Den ersten Platz im neuen „Clean Sky Index“ belegt Pic du Midi in Frankreich. Der bekannte Observatoriumsstandort überzeugte vor allem durch die Kombination aus hervorragender Himmelsqualität und vergleichsweise einfacher Anreise.
Nach Angaben der Untersuchung ist Pic du Midi von London aus in weniger als vier Stunden erreichbar. Damit hebt sich der Ort von anderen Top-Zielen ab, die zwar außergewöhnlich dunkle Nachthimmel bieten, aber deutlich abgelegener liegen.
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So wurde das Ranking erstellt

Für den erstmals veröffentlichten „Clean Sky Index“ wurden verschiedene beliebte Orte für astronomische Beobachtungen miteinander verglichen. Dabei ging es nicht ausschließlich darum, den dunkelsten Himmel der Welt zu finden.
Vier Faktoren flossen in die Bewertung ein: lichtverschmutzung machte 35 Prozent der Gesamtwertung aus, die Häufigkeit klarer Nächte 30 Prozent. Die Erreichbarkeit von einem großen internationalen Verkehrsknotenpunkt wurde mit 20 Prozent gewichtet, während die Anerkennung als Dark-Sky-Gebiet 15 Prozent ausmachte.
Für die Bewertung der Lichtverschmutzung wurden unter anderem Messungen mit Sky Quality Metern und die Bortle-Skala berücksichtigt.

Die Top 10 für den Sommer 2026

1. Pic du Midi, Frankreich;
2. Warrumbungle National Park, Australien;
3. Grasslands National Park, Kanada;
4. NamibRand Nature Reserve, Namibia;
5. AlUla, Saudi-Arabien;
6. Atacama-Wüste, Chile;
7. La Palma, Spanien;
8. Aoraki Mackenzie, Neuseeland;
9. Mauna Kea, Hawaii, USA.

Frankreich

Australien und Kanada weit vorne

Auf Platz zwei folgt der Warrumbungle National Park im australischen New South Wales. Der Park gilt als Australiens erster Dark Sky Park und beherbergt das Siding-Spring-Observatorium.
Den dritten Platz erreicht der Grasslands National Park in Kanada. Er wurde 2009 als Dark Sky Preserve ausgewiesen und verfügt laut der Untersuchung über eine der dunkelsten Himmelsbedingungen Kanadas.

Namibia bietet den dunkelsten Himmel

Die NamibRand Nature Reserve in Namibia landet auf Platz vier. Interessanterweise weist sie laut der Untersuchung den dunkelsten Himmel aller bewerteten Ziele auf.
Für den ersten Platz reichte es trotzdem nicht. Der Grund liegt vor allem in der abgelegenen Lage des Naturreservats, die die Anreise erschwert. Direkt dahinter folgt AlUla in Saudi-Arabien, dessen geschütztes Dark-Sky-Gebiet mehr als 6.000 Quadratkilometer umfasst.

Auch Europa ist stark vertreten

Die Atacama-Wüste in Chile, einer der trockensten Orte der Erde, komplettiert die ersten sechs Plätze. Danach folgen La Palma in Spanien und Aoraki Mackenzie in Neuseeland.
Auch die beiden US-Ziele Mauna Kea auf Hawaii und Cherry Springs State Park schaffen es in die Top 10. Die Auswahl zeigt, dass außergewöhnlich dunkle Nachthimmel nicht zwangsläufig nur an schwer erreichbaren Orten zu finden sind.

Sternegucken wird zum Reisetrend

Die zunehmende Beliebtheit solcher Reiseziele zeigt, dass Astrotourismus immer mehr Menschen anzieht. Statt Städte und Sehenswürdigkeiten stehen bei diesen Reisen der Nachthimmel, die Milchstraße und astronomische Ereignisse wie Meteorschauer im Mittelpunkt.
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Das Ranking macht zugleich deutlich, dass bei der Wahl eines Reiseziels mehr zählt als völlige Abgeschiedenheit. Für viele Reisende ist die Kombination aus dunklem Himmel und unkomplizierter Anreise entscheidend. Genau diese Balance verschafft Pic du Midi den Spitzenplatz.