Neue Bundesbank-Zentrale

· Wissenschaftsteam
Die Deutsche Bundesbank macht bei der Suche nach einem neuen Standort für ihre Zentrale in Frankfurt am Main den nächsten wichtigen Schritt.
Am 13. August 2026 startete sie ein europaweites Vergabeverfahren. Gesucht wird eine schlüsselfertige Immobilie, die den Anforderungen der Bundesbank langfristig gerecht wird.
Neuer Standort für die Zentrale
Die Bundesbank will ihre Zentrale künftig an einem neuen Standort in Frankfurt unterbringen. Dafür wurde ein europaweites Verhandlungsverfahren mit Wettbewerb eingeleitet.
Anders als beim ursprünglich geplanten „Project Campus“ soll die Bundesbank nun eine schlüsselfertige Immobilie kaufen. Möglich sind dabei entweder ein neu errichtetes Gebäude oder eine vollständig modernisierte Bestandsimmobilie. In beiden Fällen muss das passende Grundstück Teil des Angebots sein.
Mit dem neuen Standort verfolgt die Bundesbank das Ziel, eine wirtschaftlich vorteilhafte, moderne und langfristig zukunftsfähige Lösung für ihre Zentrale zu schaffen. Das erklärte Stephan Bredt, Chief Operating Officer der Bundesbank, zum Start des Vergabeverfahrens.
Projekt in zwei Phasen
Das Vorhaben ist in zwei Phasen gegliedert. In der ersten Phase geht es um das Vergabeverfahren. Dazu gehören der Wettbewerb sowie die Angebots- und Verhandlungsphase, die mit dem Abschluss eines Kaufvertrags enden soll.
Danach beginnt die zweite Phase. Der ausgewählte Auftragnehmer übernimmt die Planung sowie den Bau beziehungsweise die Renovierung der Immobilie. Anschließend soll das fertige Gebäude von der Bundesbank übernommen und bezogen werden.
Mehr als nur der Preis zählt
Bei der Auswahl wird nicht ausschließlich auf den Kaufpreis geschaut. Geeignete Bewerber müssen zunächst objektive Auswahl- und Mindestkriterien erfüllen.
Nach Abschluss der Verhandlungen will die Bundesbank anhand festgelegter Zuschlagskriterien das wirtschaftlichste Angebot auswählen. Dabei spielen unter anderem der Preis, die Qualität des Gebäudes, die Umsetzung des Projekts und der Zeitpunkt der Fertigstellung eine Rolle.
Auch die Lage ist wichtig. Die neue Zentrale soll über sehr gute Verbindungen zum öffentlichen Nahverkehr verfügen. Dadurch soll sie für Beschäftigte, externe Geschäftspartner und Besucher gut erreichbar sein. Die Bundesbank strebt an, den Auftrag bis Ende 2027 zu vergeben.
Platz für rund 2.500 Arbeitsplätze
Die geplante neue Zentrale soll auf die künftigen Anforderungen der Bundesbank zugeschnitten sein. Vorgesehen sind rund 2.500 Arbeitsplätze sowie etwa 15.000 Quadratmeter Nutzfläche für spezielle und funktionale Bereiche.
Die Anforderungen an den neuen Standort wurden von einem Projektteam der Bundesbank mit Unterstützung externer Berater ausgearbeitet. Dabei wurden neben rechtlichen und finanziellen Fragen auch funktionale Anforderungen berücksichtigt.
Dazu zählen insbesondere die Bereiche Sicherheit, Nachhaltigkeit, technische Ausstattung und Innenraumgestaltung. Ziel ist ein Standort, der wirtschaftlich, nachhaltig und langfristig zukunftsfähig ist.
Bundesbank setzt auf Zukunftslösung
Mit dem neuen Vergabeverfahren konkretisiert die Bundesbank ihre Pläne für den künftigen Standort ihrer Zentrale in Frankfurt am Main. Die Entscheidung für eine schlüsselfertige Immobilie markiert dabei eine Abkehr vom ursprünglichen „Project Campus“.
Nun soll eine Immobilie gefunden werden, die sowohl den heutigen Anforderungen als auch den langfristigen Bedürfnissen der Bundesbank entspricht. Die Vergabe des Auftrags ist nach derzeitiger Planung bis Ende 2027 vorgesehen.