Europas Auto-Wende
Louis
Louis
| 21-08-2026
Fahrzeugteam · Fahrzeugteam

Europas Autoindustrie fordert Kurswechsel

Die europäische Autoindustrie steht vor einer schwierigen Aufgabe: sie soll den Übergang zu einer klimafreundlicheren Mobilität vorantreiben und gleichzeitig international wettbewerbsfähig bleiben.
Angesichts veränderter wirtschaftlicher, industrieller und geopolitischer Bedingungen fordern die europäischen Autohersteller und Zulieferer deshalb eine Anpassung der bisherigen Strategie.

Neue Realität für die Branche

Die Präsidenten des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA und des Zuliefererverbands CLEPA haben sich in einem gemeinsamen Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Darin formulieren sie ihre Erwartungen an den geplanten Strategischen Dialog über die Zukunft der europäischen Autoindustrie.
Europas Auto-Wende
Nach Ansicht der Branche haben sich die Rahmenbedingungen seit der Einführung des aktuellen CO₂-Regelwerks für den Straßenverkehr erheblich verändert. Wirtschaftliche Entwicklungen, neue geopolitische Spannungen und Veränderungen in der Industrie stellen die bisherigen politischen Vorgaben vor neue Herausforderungen.

Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit

Die Verbände betonen, dass Europa seine Klimaziele weiterhin verfolgen müsse.
Gleichzeitig dürfe der ökologische Wandel die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie nicht gefährden.
Aus Sicht der Autoindustrie müssen Klimaschutz, wirtschaftliche Stärke und soziale Stabilität stärker miteinander verbunden werden. Auch widerstandsfähige Lieferketten spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die Branche fordert daher eine Strategie, die besser zu den aktuellen Marktbedingungen und den internationalen Entwicklungen passt.

Lieferketten im Fokus

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Widerstandsfähigkeit der europäischen Lieferketten. Die Autoindustrie ist auf ein komplexes Netzwerk aus Herstellern, Zulieferern und internationalen Produktionsstandorten angewiesen.
Veränderte geopolitische Bedingungen können diese Strukturen unter Druck setzen. Nach Ansicht von ACEA und CLEPA sollte die europäische Politik deshalb stärker berücksichtigen, wie sich neue Vorgaben auf Produktion, Versorgungssicherheit und die internationale Position der Branche auswirken.

Strategischer Dialog soll Lösungen bringen

Der geplante Dialog am 12. September bietet aus Sicht der Verbände die Möglichkeit, die europäische Strategie neu auszurichten. Dabei soll es darum gehen, die politischen Rahmenbedingungen an die aktuellen wirtschaftlichen, technologischen und geopolitischen Realitäten anzupassen.
Europas Auto-Wende
Die Autoindustrie steht damit vor einem Balanceakt: einerseits soll der Wandel zu einer klimafreundlicheren Mobilität beschleunigt werden, andererseits müssen Unternehmen in einem zunehmend internationalen Wettbewerb bestehen können.
Für Europas Autoindustrie geht es deshalb nicht nur um den Antrieb der Zukunft, sondern auch um die Frage, wie die gesamte Branche wettbewerbsfähig bleiben kann.