esundheit vor Studienstart
Lisa
Lisa
| 19-08-2026
Wissenschaftsteam · Wissenschaftsteam
Der Schulabschluss ist geschafft, die Ergebnisse sind da und für viele Jugendliche beginnt schon bald ein neuer Lebensabschnitt.
Wer im Herbst an die Universität geht, zieht häufig zum ersten Mal von zu Hause aus und muss sich stärker selbst um die eigene Gesundheit kümmern.
Die britische Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) rät deshalb dazu, wichtige Impfungen, Medikamente und medizinische Hilfsmittel rechtzeitig vor dem Studienbeginn zu überprüfen.

Schutz vor Meningitis B

Eine Impfung kann besonders vor dem Start ins Studentenleben wichtig sein
Meningitis B ist eine schwere Infektion, die langfristige gesundheitliche Folgen haben und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann. Da sich die Krankheit übertragen kann, besteht für junge Menschen in Studentenwohnheimen oder anderen Gemeinschaftsunterkünften ein erhöhtes Risiko, insbesondere wenn sie viel Zeit in größeren Gruppen verbringen.
Die beste Möglichkeit, sich vor einer Meningitis-B-Erkrankung zu schützen, ist die MenB-Impfung. Die Organisation der Impfung unterscheidet sich je nach Landesteil des Vereinigten Königreichs.
Da zwei Impfdosen erforderlich sind, empfiehlt die MHRA, sich rechtzeitig über die Voraussetzungen und die Möglichkeiten zur Impfung zu informieren.
Die MHRA betont zudem, dass sie Impfstoffe im Vereinigten Königreich zulässt, testet und überwacht. Auch nach der Zulassung wird jede einzelne Charge kontrolliert, um die geltenden Sicherheitsstandards einzuhalten. Vermutete Nebenwirkungen können über das Yellow-Card-System der MHRA gemeldet werden.
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Asthma nicht vergessen

Mit Beginn des Herbstsemesters startet auch die Erkältungssaison
Für Menschen mit Asthma können Husten und Erkältungen besonders belastend sein. Deshalb sollten Betroffene vor dem Umzug an die Universität überprüfen, ob ihre Inhalatoren noch gültig sind und ausreichend Medikamente enthalten.
Ein täglich anzuwendender vorbeugender Inhalator sollte wie verschrieben benutzt werden. Der Bedarfsinhalator sollte bei auftretenden Asthmasymptomen immer griffbereit sein.
Wer einen Inhalator ohne Dosiszähler verwendet, sollte die bereits verbrauchten Dosen mitzählen, damit rechtzeitig ein neues Gerät bestellt werden kann. Denn selbst wenn sich noch Flüssigkeit im Inhalator befindet, kann das Medikament bereits vollständig aufgebraucht sein.
Wer einen Spacer verwendet, sollte auch diesen mitnehmen. Wenn Beschwerden auftreten und der Inhalator nicht hilft, ist dringend medizinische Hilfe erforderlich.

Allergien richtig absichern

Bei schweren Allergien können Adrenalin-Autoinjektoren lebensrettend sein
Menschen mit einem Risiko für eine Anaphylaxie können einen Adrenalin-Autoinjektor wie EpiPen oder Jext verschrieben bekommen. Da eine Anaphylaxie tödlich verlaufen kann, ist es wichtig, das eigene Gerät genau zu kennen und die Anwendung zu beherrschen.
Es gibt drei verschiedene Arten von Adrenalin-Autoinjektoren. Betroffene sollten deshalb wissen, welches Modell sie verwenden und die jeweiligen Anwendungshinweise beachten.
Die MHRA empfiehlt außerdem, stets zwei gültige Autoinjektoren mitzuführen. Die Ablaufdaten sollten regelmäßig kontrolliert und die Geräte rechtzeitig vor dem Verfallsdatum ersetzt werden.

Erkältung, Grippe und Antibiotika

Nicht jede Infektion braucht Antibiotika
Erkältungen und Grippe werden durch Viren verursacht. Antibiotika helfen dagegen nicht und sollten deshalb nicht ohne entsprechenden medizinischen Grund eingenommen werden. Bei Beschwerden kann die örtliche Apotheke beraten, welche Maßnahmen zur Linderung sinnvoll sind.
Wer Antibiotika verschrieben bekommt, sollte die Behandlung genau nach den Anweisungen eines Arztes, einer Pflegefachkraft oder eines Apothekers durchführen und die gesamte verordnete Behandlung abschließen.
Der unnötige Einsatz von Antibiotika und das vorzeitige Abbrechen einer Behandlung tragen zur antimikrobiellen Resistenz (AMR) bei. Dabei entwickeln Bakterien und andere Mikroorganismen die Fähigkeit, Antibiotika zu überleben, die eigentlich gegen sie wirken sollen. Das Problem betrifft die ganze Welt und forderte laut MHRA im Jahr 2021 mehr als eine Million Todesopfer.
Nicht mehr benötigte verschriebene Antibiotika sollten nicht in der Toilette, im Waschbecken oder im Hausmüll entsorgt werden. Stattdessen sollten sie zur örtlichen Apotheke zurückgebracht werden.
esundheit vor Studienstart

Gesund vorbereitet ins neue Leben

Der Beginn eines Studiums bringt viele Veränderungen mit sich. Gerade wer erstmals allein lebt, sollte deshalb nicht erst bei gesundheitlichen Problemen an Medikamente, Impfungen oder medizinische Hilfsmittel denken.
Die MHRA empfiehlt, wichtige Gesundheitsfragen noch vor dem Studienstart zu klären. So können junge Menschen gut vorbereitet in ihren neuen Alltag starten und sich auf das konzentrieren, was vor ihnen liegt.