Autojobs im Wandel

· Fahrzeugteam
Europas Autoindustrie braucht neue Fachkräfte
Die europäische Autoindustrie befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel.
Elektromobilität, Digitalisierung und neue Mobilitätstechnologien verändern nicht nur Fahrzeuge, sondern auch deren Entwicklung, Produktion, Wartung und Reparatur.
Damit verändern sich auch die Fähigkeiten, die Beschäftigte künftig benötigen.
Um die Branche auf diese Veränderungen vorzubereiten, beteiligt sich der europäische Automobilverband ACEA an einem neuen Projekt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Kompetenzen in der Fahrzeugwartung künftig gebraucht werden und wie Beschäftigte gezielt darauf vorbereitet werden können.
Neue Anforderungen für Beschäftigte
Besonders im Fokus stehen technische und teilqualifizierte Beschäftigte auf den Qualifikationsstufen EQF 3 bis 5. Ihre Tätigkeiten verändern sich schnell, weil Fahrzeuge zunehmend elektrifiziert, vernetzt und automatisiert werden.
Statt erst auf neue Anforderungen zu reagieren, soll das Projekt frühzeitig erkennen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten künftig wichtig werden. Dafür werden einzelne Tätigkeiten und Berufsbilder genauer untersucht.
Gezielte Weiterbildung im Mittelpunkt
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung eines skalierbaren Systems für sogenannte Micro-Credentials. Dabei handelt es sich um kurze und gezielte Weiterbildungsprogramme, mit denen Beschäftigte bestimmte neue Kompetenzen erwerben können.
Der Ansatz soll sowohl die Weiterqualifizierung bestehender Mitarbeiter als auch die Umschulung auf neue Tätigkeitsbereiche unterstützen. Gleichzeitig sollen Beschäftigte ihre beruflichen Chancen langfristig sichern können.
Micro-Credentials sollen anerkannt werden
Das Projekt beschäftigt sich nicht nur mit der Entwicklung solcher kurzen Lernangebote. Es soll auch untersucht werden, wie Micro-Credentials sinnvoll in bestehende Systeme der beruflichen Aus- und Weiterbildung integriert werden können.
Dabei spielen mehrere Fragen eine wichtige Rolle: wie lässt sich die Qualität der Programme sichern? Wie werden erworbene Kompetenzen anerkannt? Und wie kann ein solches System langfristig vertrauenswürdig und nachhaltig funktionieren?
Industrie und Bildung arbeiten zusammen
Damit die Weiterbildung tatsächlich den Anforderungen der Branche entspricht, bringt das Projekt verschiedene Akteure zusammen. Dazu gehören Unternehmen aus der Automobilindustrie, Bildungseinrichtungen und weitere Beteiligte.
Gemeinsam sollen sie die Lücke zwischen dem schnellen technologischen Wandel und der Vorbereitung der Arbeitskräfte schließen.
Fachkräfte als Schlüssel zur Transformation
Die Veränderungen in der Automobilindustrie betreffen längst nicht nur die Fahrzeuge selbst. Auch die Menschen, die sie entwickeln, warten und reparieren, müssen sich auf neue Technologien einstellen.
Flexible und hochwertige Weiterbildung wird damit zu einem wichtigen Faktor für Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig kann sie dazu beitragen, dass Beschäftigte den grünen und digitalen Wandel aktiv mitgestalten können, anstatt von ihm überholt zu werden.
Das Projekt der ACEA soll deshalb nicht nur auf den aktuellen Wandel reagieren.
Es geht vor allem darum, frühzeitig zu erkennen, welche Kompetenzen die Autoindustrie in Zukunft benötigt – und Beschäftigten passende Möglichkeiten zu geben, diese Fähigkeiten rechtzeitig aufzubauen.