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· Lifestyle-Team
Haben Sie schon mal montags einen schönen Bund Grünkohl gekauft und ihn mittwochs welk und schleimig vorgefunden?
Oder haben Sie Avocados gekauft, sie vergessen und beim Öffnen festgestellt, dass sie innen komplett braun ist? Das ist kein Pech – es liegt meist an der Lagerung. Wenn Sie wissen, wo und wie Sie verschiedene Obst- und Gemüsesorten richtig aufbewahren, können Sie deren Haltbarkeit um Tage, manchmal sogar um eine Woche oder länger verlängern.
Die Haltbarkeit von Obst und Gemüse hängt im Wesentlichen von vier Faktoren ab: dem Reifegrad beim Kauf, der Lagertemperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Luftzirkulation sowie der Frage, ob die Sorte Ethylen produziert oder darauf reagiert. Ethylen ist ein natürliches Reifungsgas, das von einigen Obst- und Gemüsesorten freigesetzt wird. Lagern Sie ethylenproduzierende Sorten neben ethylenempfindlichen, verdirbt das Obst und Gemüse schnell.
Früchte, die etwas mehr Aufmerksamkeit benötigen
Äpfel geben Ethylen ab und sollten daher am besten in einem Beutel oder Behälter im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden – idealerweise zusammen mit unempfindlichen Früchten wie Beeren. Pfirsiche und Birnen hingegen sollten zunächst bei Zimmertemperatur nachreifen. Sobald sie weich und reif sind, kommen sie in den Kühlschrank. Achten Sie darauf, dass sie nicht mit ethylenempfindlichen Früchten in Berührung kommen, da diese selbst nach dem Reifen Ethylen produzieren.
Beeren reagieren besonders empfindlich auf Feuchtigkeit. Ein kurzes, einminütiges Einweichen in verdünntem Essigwasser vor der Lagerung kann Schimmelbildung bei Blaubeeren, Brombeeren und Erdbeeren verhindern. Anschließend gründlich abspülen und abtrocknen – Feuchtigkeit ist ihr größter Feind. Himbeeren benötigen keinen Essig und sollten erst kurz vor dem Verzehr abgespült werden.
Avocados erfordern eine besondere Vorgehensweise. Wenn Sie sie hart und grün gekauft haben, lassen Sie sie ein paar Tage in einer Papiertüte bei Zimmertemperatur nachreifen. Sobald sie auf leichten Druck etwas nachgeben und dunkler geworden sind, legen Sie sie in den Kühlschrank, um den Reifeprozess zu verlangsamen.
Beeren sind besonders empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Gemüsesorten, bei denen man leicht Fehler machen kann
Spargel sollte man fast wie Schnittblumen behandeln: Die Enden abschneiden, den Bund aufrecht in ein Glas mit etwa 2,5 cm Wasser stellen, die Spitzen locker mit einer Plastiktüte abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. So gelagert, bleibt er bis zu einer Woche frisch. Sellerie bewahrt man besser in Alufolie als in Plastik auf; die Folie lässt ihn atmen und sorgt dafür, dass er wochenlang knackig bleibt. Gurken, Zucchini und Kürbis bevorzugen den feuchten Bereich des Kühlschranks und sollten erst kurz vor der Verwendung gewaschen werden. Brokkoli und Blumenkohl halten sich gut, wenn sie von Anfang an in einem Behälter luftdicht verschlossen sind – beide reagieren empfindlich auf Ethylen, daher sollten sie nicht zusammen mit Zwiebeln, Äpfeln und Bananen gelagert werden.
Blattgemüse wie Römersalat und Grünkohl sollte ungewaschen in einem luftdichten Beutel oder Behälter direkt in den Kühlschrank gestellt werden. Waschen vor der Lagerung verkürzt die Haltbarkeit aufgrund der zusätzlichen Feuchtigkeit. Römersalat hält sich in der Regel etwa eine Woche, während Grünkohl und Eisbergsalat etwas länger haltbar sind
Das Küchen- und Vorratskammer-Team
Nicht alles gehört in den Kühlschrank. Knoblauch, Schalotten und Zwiebeln gedeihen am besten an einem kühlen, dunklen Ort mit guter Luftzirkulation – zum Beispiel in einem Korb im Regal, nicht in einem verschlossenen Behälter. Sie sollten außerdem nicht zusammen mit Kartoffeln gelagert werden, da Zwiebeln Ethylen freisetzen und Kartoffeln darauf empfindlich reagieren. Unter den richtigen Bedingungen separat gelagert, halten sich Zwiebeln und Schalotten einige Monate, Knoblauch etwa drei Wochen. Kartoffeln sollten kühl, dunkel und leicht feucht gelagert werden – aber niemals im Kühlschrank, da Kälte die Stärke in Zucker umwandelt, was Geschmack und Kochverhalten beeinträchtigt. Tomaten halten sich ebenfalls am besten bei Zimmertemperatur.
Schon eine durchdachte Lagerung von Lebensmitteln kann einen großen Unterschied machen: weniger welker Salat, weniger verschwendete Avocados und weniger schlechtes Gewissen beim Zugriff auf das Gemüsefach.