Umweltfreundlicheres

· Lifestyle-Team
Die meisten Menschen sehen Wäschewaschen nicht als Beitrag zum Umweltschutz. Es ist einfach eine lästige Pflicht. Doch der Verbrauch an Wasser, Strom, Waschmittelchemikalien und die Emissionen des Trockners summieren sich bei regelmäßigem Waschen zu einem spürbaren ökologischen Fußabdruck – besonders, wenn Sie mehrmals pro Woche waschen.
Die gute Nachricht: Schon kleine Änderungen Ihrer Wäschegewohnheiten können einen großen Unterschied machen, und die meisten davon kosten sogar weniger. Ein einziger Waschgang kann bis zu 150 Liter Wasser verbrauchen. Das summiert sich schnell bei Hunderten von Waschladungen im Jahr. Eine der einfachsten Lösungen ist, die Waschmaschine erst anzuschalten, wenn sie voll beladen ist. Immer nur ein paar Teile zu waschen, nur weil es bequemer ist, verschwendet jedes Mal Wasser und Strom.
Kaltes Wasser funktioniert – und spart mehr, als Sie denken
Die Umstellung auf Kaltwäsche ist wahrscheinlich die wirkungsvollste Veränderung, die die meisten Haushalte vornehmen können. Das Erhitzen von Wasser ist einer der größten Energieverbraucher beim Wäschewaschen, und Studien legen nahe, dass ein Haushalt jährlich rund 360 kg CO₂-Emissionen einsparen kann, indem er den Großteil seiner Wäsche mit kaltem Wasser wäscht. Moderne Waschmittel sind so formuliert, dass sie auch bei niedrigeren Temperaturen effektiv reinigen. Daher gibt es bei der alltäglichen Wäsche keine Einbußen bei der Reinigungsleistung. Heißes Wasser ist in bestimmten Situationen weiterhin sinnvoll – beispielsweise wenn die Desinfektion von Textilien Priorität hat oder wenn das Leitungswasser im Winter extrem kalt ist. Einige synthetische Fasern reagieren zudem besser auf etwas wärmere Temperaturen. Für normale Kleidung, Handtücher und Bettwäsche ist Kaltwäsche jedoch völlig ausreichend. Wenn Ihre Garderobe viele synthetische Fasern wie Polyester oder Nylon enthält, sollten Sie wissen, dass beim Waschen dieser Stoffe winzige Mikroplastikpartikel ins Abwasser gelangen. Das Hinzufügen eines Mikroplastikfilters zur Waschmaschine ist eine einfache Möglichkeit, dies zu reduzieren, da herkömmliche Abwassersysteme nicht für die Rückhaltung so kleiner Partikel ausgelegt sind.
Was in Ihrem Waschmittel steckt, ist wichtig
Der Waschmittelmarkt hat sich stark verändert – es gibt mittlerweile wirklich bessere Alternativen, die biologisch abbaubar sind und ohne erdölbasierte Chemikalien hergestellt werden. Allerdings werden selbst viele als umweltfreundlich beworbene Produkte immer noch in großen Plastikkanistern angeboten, was ihren Umweltvorteil teilweise zunichtemacht. Wäschetücher sind eine neuere Alternative, die man kennen sollte. Diese dünnen, trockenen Streifen mit konzentriertem Waschmittel lösen sich in Wasser auf und sind in plastikfreier Verpackung – meist einer kleinen Pappschachtel – erhältlich. Sie sind nicht mehr nur in Fachgeschäften zu finden, sondern immer häufiger erhältlich. Für alle, die ihren Plastikmüll durch Haushaltsprodukte reduzieren möchten, sind sie eine praktische Alternative. Auch auf Duftstoffe sollte man achten. Die starken Duftstoffe in Waschmitteln und Trocknertüchern stammen aus einer Mischung synthetischer Chemikalien, die Allergien, Asthma und Hautreizungen auslösen können. Einige Duftstoffe stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein und verbleiben in Gewässern. Die Wahl von duftstofffreien oder nur leicht parfümierten Produkten – oder die Suche nach Produkten, die von unabhängigen Prüfinstituten zertifiziert wurden – ist den kleinen Mehraufwand wert.
Der Wäschetrockner – der wahre Energiefresser
Das Trocknen von Wäsche an der Luft ist in vielen Teilen der Welt üblich. In Nordamerika hingegen sind Wäschetrockner Standard – und gehören zu den energieintensivsten Haushaltsgeräten. Das Trocknen an der Luft auf einem Wäscheständer oder einer Leine verbraucht keine Energie und ist deutlich schonender für die Textilien, wodurch die Kleidung länger hält. Falls der Trockner noch in Betrieb ist, empfiehlt es sich, schwere Wäschestücke wie Handtücher und dicke Stoffe vor dem Trocknen von leichteren zu trennen. Werden alle zusammen getrocknet, muss die gesamte Ladung im Trockner bleiben, bis die schwersten Teile trocken sind, was unnötig viel Energie verbraucht.
Auch Trocknertücher sollten Sie überdenken. Eine Studie, die Emissionen aus Wäschetrocknerabzügen untersuchte, fand über zwei Dutzend flüchtige organische Verbindungen, darunter mehrere, die als gesundheitsschädlich eingestuft sind. Trocknerbälle aus Wolle sind eine einfache Alternative – sie reduzieren statische Aufladung, beschleunigen den Trocknungsprozess durch verbesserte Luftzirkulation und erzeugen keinerlei Emissionen. Für all diese Änderungen ist keine grundlegende Umgestaltung nötig. Es geht lediglich darum, ein paar Gewohnheiten zu ändern – eine Ladung nach der anderen.