Tauchen erklärt

· Lifestyle-Team
Freitauchen ist ein aufregender Wassersport, bei dem Taucher so tief wie möglich tauchen, ohne eine Luftflasche zu verwenden.
Stattdessen verlassen sich Freitaucher darauf, ihren Atem zu kontrollieren und ihn so lange wie möglich mit ihrer eigenen Lungenkapazität anzuhalten.
Obwohl dieser Sport ein intensives Erlebnis bietet, birgt Freitauchen auch gewisse Risiken. Daher sind professionelle Erste-Hilfe-Kenntnisse sowohl für die Taucher selbst als auch für ihre Tauchpartner sehr wichtig.
Aufgrund dieser Gefahren und der begrenzten Anzahl geeigneter Tauchplätze blieb der Sport bis in die 1970er-Jahre relativ unbekannt.
In den letzten Jahren hat Freitauchen jedoch deutlich an Popularität gewonnen. Dazu beigetragen haben unter anderem die Gründung der World Free Diving Association (AIDA) sowie jährlich stattfindende Freitauch-Wettkämpfe.
Obwohl es kein neuer Sport ist, hat Freitauchen weltweit die Aufmerksamkeit vieler Abenteuerbegeisterter auf sich gezogen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wasseraktivitäten ist Freitauchen überwiegend ein Wettkampfsport mit verschiedenen Disziplinen.
Alle folgen jedoch demselben Grundprinzip: so lange wie möglich mit nur einem Atemzug unter Wasser bleiben.
Diese Disziplinen reichen von der statischen Apnoe – bei der Taucher regungslos mit dem Gesicht nach unten in einem Becken liegen und die Luft anhalten – bis zu Varianten, bei denen horizontale oder vertikale Strecken zurückgelegt werden.
Beim Freitauchen tragen Sportler in der Regel Masken, die Eigenschaften von Tauchmasken und Schwimmbrillen kombinieren. Schnorchel werden beim Freitauchen hingegen nicht verwendet.
Auch Schutz vor Kälte und Umwelteinflüssen ist wichtig, meist in Form eines Neoprenanzugs. Trockentauchanzüge sind beim Freitauchen eher selten.
Einige Freitaucher verwenden Flossen, obwohl sie in manchen Disziplinen nicht erforderlich sind. Dabei handelt es sich häufig um lange Vollfußflossen oder um eine Monoflosse – eine breite Flosse, die an beiden Füßen getragen wird und an eine Fischflosse erinnert.
Freitaucher konzentrieren sich hauptsächlich auf ihre Tauchgänge und verbringen nur wenig Zeit an der Oberfläche, abgesehen von Pausen und Erholungsphasen.
Beim Gerätetauchen hingegen – auch Scuba Diving genannt – verwenden Taucher ein autonomes Atemgerät, um die Unterwasserwelt zu erkunden.
Dabei tragen sie Druckluftflaschen, die häufig fälschlicherweise für Sauerstoffflaschen gehalten werden, und nutzen spezielle Geräte, um unter Wasser zu atmen.
Eine vollständige Ausrüstung für das Gerätetauchen umfasst Masken, Schnorchel, Flossen, Atemregler, Tauchinstrumente, Gasflaschen, Tarierwesten und Tauchanzüge.
Beim Tauchen im offenen Wasser können außerdem zusätzliche Ausrüstungsgegenstände mitgeführt werden, etwa Tauchmesser, Unterwasserlampen oder sogar Speerharpunen.
Beim Gerätetauchen gibt es zwei grundlegende Atemsysteme: offene und geschlossene Systeme.
Das offene System ist heute am weitesten verbreitet. Dabei wandelt ein Atemregler das komprimierte Gas aus der Flasche in einen für den Taucher geeigneten Atemdruck um. Die eingeatmete Luft wird anschließend wieder ausgeatmet und nicht erneut verwendet.
Das geschlossene System, auch Rebreather genannt, funktioniert anders.
Hier wird die ausgeatmete Luft aufbereitet: kohlendioxid wird entfernt und der Sauerstoffgehalt wieder angepasst. Anschließend wird das Gas erneut zum Atmen bereitgestellt.
Diese Systeme können mit Druckluft, Nitrox oder anderen Gasgemischen arbeiten. Dadurch können Taucher unterschiedliche Tauchzeiten und Tiefen erreichen und gleichzeitig Risiken wie Dekompressionskrankheit oder Sauerstoffvergiftung vermeiden.
Im Gegensatz zum Freitauchen und Gerätetauchen bietet Schnorcheln eine deutlich einfachere und leichter zugängliche Erfahrung.
Es ist eine beliebte Freizeitaktivität, die oft in tropischen Urlaubsorten und in Tauchgebieten ausgeübt wird.
Für das Schnorcheln sind nur minimale Schulung und keine spezielle Zertifizierung erforderlich. Daher eignet es sich auch für Menschen mit wenig Erfahrung im Wasser.
Beim Schnorcheln bleiben die Teilnehmer an der Wasseroberfläche und beobachten die Unterwasserwelt, indem sie durch eine Maske nach unten schauen und durch einen Schnorchel atmen.
Dadurch müssen sie den Kopf nicht zum Atmen aus dem Wasser heben.
Zum Schutz können leichte Schutzkleidung wie ein Rash Guard oder ein Neoprenanzug getragen werden, in manchen Regionen auch ein Trockentauchanzug.
Schnorchelflossen sind weicher als Tauchflossen beim Gerätetauchen und lassen sich leicht über den ganzen Fuß ziehen, ohne spezielle Tauchschuhe zu benötigen.
Für schwächere Schwimmer werden manchmal Auftriebswesten getragen, die zusätzliche Sicherheit und Stabilität bieten.
Freitauchen, Gerätetauchen und Schnorcheln bieten jeweils unterschiedliche Erlebnisse für Wasserliebhaber.
Freitauchen testet die Grenzen der Atemkontrolle und umfasst verschiedene Wettkampfdisziplinen. Gerätetauchen ermöglicht die Erkundung größerer Tiefen mit spezieller Ausrüstung. Schnorcheln bietet eine einfache Möglichkeit, die Unterwasserwelt direkt von der Oberfläche aus zu beobachten.
Jede dieser Aktivitäten bietet ihr eigenes Abenteuer und ihren eigenen Reiz und spricht unterschiedliche Interessen sowie Erfahrungsstufen im Wasser an.