Lichtbrechung Unterwasser

· Fototeam
Beim Fotografieren unter Wasser fängt man nicht nur die wunderschöne Meereswelt oder die ruhigen Meereslandschaften ein. Man hat es auch mit der Physik des Lichts zu tun.
Licht verhält sich unter Wasser anders, biegt und streut sich auf Arten, die Ihre Aufnahmen komplizieren können. Das Verständnis des Konzepts der Lichtbrechung ist entscheidend für die Beherrschung der Unterwasserfotografie.
Was ist Brechung?
Brechung ist das Biegen des Lichts, wenn es von einem Medium in ein anderes wechselt, z. B. von Luft zu Wasser. Dies geschieht, weil Licht in verschiedenen Medien unterschiedlich schnell reist. Luft lässt zum Beispiel Licht viel schneller reisen als Wasser. Wenn Licht in einem Winkel in das Wasser eintritt, verlangsamt es sich und biegt sich, was sein Verhalten verändert.
Für Unterwasserfotografen bedeutet das, dass der Eintrittswinkel des Lichts ins Wasser signifikant beeinflussen kann, wie Objekte durch Ihr Objektiv gesehen werden. Wenn Sie zum Beispiel einen Fisch in seichtem Wasser fotografieren, kann seine Position aufgrund der Lichtbrechung durch die Oberfläche des Wassers und in Ihre Kamera etwas verschoben erscheinen.
Wie wirkt sich Brechung auf die Fotografie aus?
Brechung kann die Unterwasserfotografie auf verschiedene Weisen beeinflussen, von Bildverzerrungen über Farbverschiebungen bis hin zu Fokussierungsproblemen. Das Verständnis dieser Herausforderungen kann Ihnen helfen, Ihre Technik anzupassen.
1. Verzerrung und Tiefenwahrnehmung: brechung kann die Art und Weise, wie Objekte erscheinen, verzerren, sodass sie größer oder näher erscheinen, als sie wirklich sind. Das ist besonders auffällig, wenn man Objekte in der Nähe der Wasseroberfläche fotografiert, da das von oben eintretende Licht sich in dem Moment, wo es durch das Wasser hindurchtritt, biegt.
Ein Fisch, der 5 Fuß entfernt ist, könnte durch die Lichtbrechung nur 3 Fuß entfernt erscheinen, wenn man ihn durch das Objektiv betrachtet;
2. Fokusprobleme: da Licht unter Wasser anders bricht, kann das Fokussieren auf Ihr Motiv knifflig werden. Das Objektiv fokussiert möglicherweise nicht an der Stelle, wo Sie es erwarten, insbesondere wenn Sie mit einem Weitwinkelobjektiv arbeiten.
Um dies auszugleichen, müssen Sie möglicherweise Ihre Einstellungen anpassen oder sogar manuell fokussieren, um präziser zu sein;
3. Farbverschiebung: eines der häufigsten Probleme in der Unterwasserfotografie ist die Verschiebung der Farben, die durch die Brechung verursacht wird.
Da Licht durch Wasser dringt, werden die Farben unterschiedlich absorbiert. Rote Wellenlängen werden beispielsweise schnell absorbiert, sodass das Wasser eher blau oder grün aussieht. Dies kann Ihre Aufnahmen weniger lebendig erscheinen lassen, insbesondere in tieferem Wasser.
Wie man sich in der Unterwasserfotografie auf die Brechung einstellt
Obwohl Brechung eine Herausforderung sein kann, gibt es viele Möglichkeiten, sich darauf einzustellen und klarere, farbenfrohere Unterwasserbilder zu machen.
1. Verwenden des richtigen Objektivs: ein Weitwinkelobjektiv ist oft die beste Wahl für Unterwasserfotografie, da es Ihnen ermöglicht, eine breitere Szene einzufangen und die durch Lichtbiegung verursachte Verzerrung zu reduzieren.
Weitwinkelobjektive helfen dabei, Ihr Motiv scharf zu halten und das Auftreten von Verzerrungen an der Wasseroberfläche zu minimieren;
2. Fotografieren in seichten Tiefen: wenn Sie Motive fotografieren, die nahe der Oberfläche sind, versuchen Sie, Ihre Aufnahmen flach zu halten. Je flacher das Wasser ist, desto weniger Brechung findet statt, sodass Sie klarere, präzisere Bilder erhalten.
Wenn Sie in tieferem Wasser arbeiten, müssen Sie möglicherweise Ihre Einstellungen anpassen und künstliche Beleuchtung verwenden, um auszugleichen;
3. Manueller Weißabgleich: da die Brechung die Farben in Ihren Fotos beeinflusst, können Sie den manuellen Weißabgleich verwenden, um die Farben wieder auf ihren natürlichen Zustand anzupassen.
Viele Unterwasserfotografen wählen benutzerdefinierte Weißabgleichseinstellungen, um die Farbverschiebung zu neutralisieren und die lebendigen Farben der Szene hervorzuheben;
4. Verwendung eines Blitzgeräts oder Blitzgeräts: da rotes Licht unter Wasser am schnellsten absorbiert wird, sollten Sie in Betracht ziehen, einen Blitz oder ein Blitzgerät zu verwenden, um einige der verlorenen Farben wiederherzustellen.
Ein Blitz kann dabei helfen, die Rottöne und andere warme Töne hervorzuheben und das Gleichgewicht zwischen den vorherrschenden blauen oder grünen Farben bei Unterwasseraufnahmen zu halten;
5. Berücksichtigung von Beleuchtungswinkeln: Die Brechung ändert, wie Licht ins Wasser eindringt und Ihr Motiv trifft. Das Experimentieren mit dem Winkel Ihrer Beleuchtung, sei es natürlich oder künstlich, kann dazu beitragen, unerwünschte Brechungseffekte zu minimieren.
Das direkte Ausrichten Ihrer Lichtquelle auf das Motiv oder das Fotografieren aus verschiedenen Winkeln kann helfen, Lichtstreuung zu reduzieren.
Das Verständnis der Rolle des Wassers bei der Brechung
Wasser ist ein hoch reflektierendes Medium, was bedeutet, dass der Eintrittswinkel des Lichts entscheidend ist. Je trüber das Wasser ist, desto mehr Brechung tritt auf. Deshalb haben Aufnahmen, die in klareren Gewässern gemacht wurden, tendenziell eine bessere Klarheit und Farbgenauigkeit. Wasser beeinflusst auch die Art und Weise, wie natürliches Licht unter Wasser agiert.
Zum Beispiel in tropischen Gewässern, wo das Sonnenlicht tiefer eindringt, könnte man möglicherweise nicht so viele Farbverschiebungen bemerken. Allerdings in trüben Gewässern kann die Brechung auffälliger werden, was zu einem stärkeren Verlust an Farben und Details führt.
Das Wissen über den Zustand des Wassers wird Ihnen helfen zu verstehen, wie sehr die Brechung Ihre Aufnahmen beeinflussen wird.
Praktisches Beispiel: Fotoshooting eines Korallenriffs
Stellen Sie sich vor, Sie fotografieren ein wunderschönes Korallenriff etwa 10 Fuß unter der Oberfläche. Das Sonnenlicht scheint durch das Wasser, aber während Sie abtauchen, beginnen sich die Farben zu verändern, und die Motive beginnen aufgrund des Lichtbiegens verzerrt auszusehen.
Um das Bild einzufangen, entscheiden Sie sich für ein Weitwinkelobjektiv, um Verzerrungen zu minimieren. Sie stellen den Weißabgleich manuell ein, um sicherzustellen, dass die Farben genau und lebendig sind, um den Verlust von Rottönen auszugleichen.
Sie nehmen auch einen Blitz mit, um die Korallen und Fische zu beleuchten und sicherzustellen, dass sie gegen das kühle blaue Wasser hervorstechen.
Trotz der Herausforderungen, die die Brechung mit sich bringt, sind Ihre Fotos scharf und farbenfroh, und zeigen die Schönheit des Riffs.
Wichtige Erkenntnisse für die Unterwasserfotografie
1. Verstehen Sie die Auswirkungen der Brechung: wissen Sie, dass Licht im Wasser biegt, was Verzerrungen, Fokusprobleme und Farbverschiebungen verursacht;
2. Passen Sie Ihre Ausrüstung an: verwenden Sie Weitwinkelobjektive, Blitzbeleuchtung und manuellen Weißabgleich, um diesen Effekten entgegenzuwirken;
3. Experimentieren Sie mit Aufnahmewinkeln: finden Sie die besten Lichtwinkel, um die Effekte von Brechung und Verzerrung zu minimieren;
4. Kontrollieren Sie Ihre Umgebung: fotografieren Sie in klaren Gewässern für bessere Ergebnisse oder passen Sie Ihre Einstellungen für trübe Bedingungen an.
Mit diesen Tipps im Hinterkopf können Sie die Herausforderungen der Brechung überwinden und atemberaubende Unterwasserbilder einzufangen, die die Schönheit des Ozeans wirklich widerspiegeln.
Fazit
Das Verständnis, wie Licht sich unter Wasser verhält, ist entscheidend, um klare, lebendige und gut komponierte Fotos einzufangen. Indem Sie die Brechung beherrschen, Ihre Ausrüstung anpassen, mit Winkeln experimentieren und Ihre Umgebung kontrollieren, können Sie die üblichen Herausforderungen der Unterwasserfotografie überwinden.
Mit sorgfältiger Vorbereitung und Übung werden Ihre Bilder die Schönheit und Vielfalt der Unterwasserwelt wirklich widerspiegeln.